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Flachdach

Auch nutzbar als Grünfläche oder Lichtkuppel

Generell werden Flach­dä­cher auf flach­ge­neig­ten Holz­un­ter­kon­struk­tio­nen oder ebe­nen Mas­siv­de­cken aus­ge­führt. Diese Dach­kon­struk­ti­on fin­det man unter anderem bei Bun­ga­lows, Car­ports, Ga­ra­gen etc. Dieser Auf­bau einer Flach­dach­ab­dich­tung kommt auch bei der Bal­ko­ner­stel­lung bzw. Bal­kon­sa­nie­rung zum Tra­gen.

Die notwendige Wär­me­däm­mung eines Flach­dachs schützt die Kon­struk­ti­on vor schäd­li­chen tem­pe­ra­tur­be­ding­ten Span­nun­gen und ver­hin­dert so im Som­mer die über­mä­ßi­ge Auf­hei­zung der Räume unter der Dach­de­cke und er­mög­licht im Win­ter eine en­er­gie­spa­ren­de und um­welt­scho­nen­de Be­hei­zung. Die Dämm­schicht eines Flach­dachs kann als Ge­fäl­le­däm­mung aus­ge­bil­det wer­den. Da­durch wird gleich­zei­tig das er­for­der­li­che Ge­fäl­le von mind. 2% für die ord­nungs­ge­mä­ße Ent­wäs­se­rung der Dach­flä­che auf­ge­bracht.

Die Dach­ab­dich­tung von fla­chen Dä­cher be­steht in der Regel aus bah­nen­för­mi­gen Ab­dich­tungs­stof­fen und stellt so eine über die ganze Dach­flä­che rei­chen­de, voll­stän­dig was­ser­un­durch­läs­si­ge Schicht dar. Diese Schicht schützt das Bau­werk vor Nie­der­schlags­was­ser und vor vor­über­ge­hend auf der Dach­flä­che ste­hen­dem Was­ser. Sie muss also wi­der­stands­fä­hig gegen wech­seln­de Tem­pe­ra­tu­ren und me­cha­ni­sche Be­an­spru­chung durch Setz- oder Dehn­be­we­gun­gen sein und dabei auch vor UV-Strah­lung, Flug­feu­er und strah­len­der Wärme schützen. Schlussendlich soll­te die Fläche für War­tungs- und Re­pa­ra­tur­ar­bei­ten si­cher be­geh­bar sein.

Ein be­son­de­rer Au­gen­merk gilt bei Flach­dä­chern den immer vor­han­de­nen Dach­durch­drin­gun­gen, wie zum Beispiel Lüf­tern, Ent­wäs­se­rungs­punk­ten oder Licht­kup­peln. Hier kann oft eine zu­sätz­li­che Ab­dich­tung mit Flüs­sig­kunst­stoff er­forderlich sein. Da ein Flachdach aufgrund dieser vielen Punkte einen Fachmann benötigt, stehen wir Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Dabei sind in unseren Augen auch al­ter­na­ti­ve Nut­zungs­mög­lich­kei­ten der Flach­dach­flä­che durchaus überlegenswert. So kann zum Beispiel eine Be­grü­nung er­fol­gen und dabei eine Nutz­flä­che für "er­hol­sa­me Son­nen-Stun­den" ent­ste­hen.

Ebenso bietet der Ein­bau von Licht­kup­peln eine Mög­lich­keit, die dar­un­ter lie­gen­den Räum­lich­kei­ten mit natürlichem Licht zu versorgen. All diese Punkte fliessen in unsere persönliche Beratung mit ein.

Gerne bie­ten wir Ihnen auch War­tungs­ver­trä­ge an. Denn so kann Le­bens­dau­er Ihres Flachda­ches Dank kon­stan­ter Über­prü­fung um viele Jahre ver­län­gert wer­den.

  • Flachdach | Bedachungen Böcker GmbH | Dortmund
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Bauvorhaben Hennener Straße

Bitumenbahn

Es ist nicht falsch, sich für ein bit­u­mi­nö­ses Dach zu ent­schei­den, da die Dach­bah­nen genau dem ent­spre­chen, was man braucht um ein lang­le­bi­ges, was­ser­dich­tes, gegen UV-Strah­len und strah­len­de Wärme oder Flug­feu­er schüt­zen­des Dach zu er­stel­len.

Bei dem Bau­vor­ha­ben in der Hen­nen­er­stra­ße fan­den wir ein sehr flach ge­neig­tes Sat­tel­dach vor, wel­ches durch die ge­rin­ge Dachn­ei­gung eine bit­u­mi­nö­se Ab­dich­tung in den Vor­der­grund brach­te.

Das Sat­tel­dach ist auf der einen Seite mit Spann­be­ton­hohl­plat­ten aus­ge­bil­det und auf der an­de­ren mit einer Spar­ren­kon­struk­ti­on, auf die eine Scha­lung auf­ge­bracht wird. Das neu aus­ge­bil­de­te Dach stößt jetzt mit der Spann­be­ton­hohl­plat­ten­sei­te an eine be­ste­hen­de Fas­sa­de, wo­durch dort eine in­nen­lie­gen­de Kehle ent­steht, die ober­halb mit einem fach­ge­recht aus­ge­bil­de­ten Wand­an­schluss ab­ge­schlos­sen wird.

Durch die bei­den Dach­kon­struk­tio­nen, konn­ten wir auf zwei un­ter­schied­li­che 2-la­gi­ge Aus­füh­run­gen zu­rückgrei­fen, wel­che sich in der Art der Dach­bah­nen un­ter­schei­den.

Auf dem Sat­tel­dach­teil mit Spar­ren und Scha­lung kamen eine Kaltselbst­kle­be­bahn und eine sehr hoch­wer­ti­ge Ober­la­gen­bahn zum Ein­satz.

Durch die Ver­wen­dung der Bau­der TEC KSA DUO als erste Lage hatten wir meh­re­re Vor­tei­le auf un­se­rer und Ihrer Seite. Die KSA-Bahn hat zum einen ein grö­ße­res Rol­len­maß, wo­durch wir die An­zahl der Quer­näh­te re­du­zie­ren konnten, was in Ver­bin­dung mit den in den Über­de­ckun­gen vor­ge­nom­men Ecken­schnit­ten zu einer wei­te­ren Ver­min­de­rung von Schwach­stel­len führte. Des Wei­te­ren konnte durch das Aus­le­gen einer Rolle eine grö­ße­re Flä­che ab­ge­deckt und somit viel Zeit ein­ge­spart wer­den. Durch die innovative Kaltselbst­kle­be­ei­gen­schaft kann der Dach­de­cker auf das Aus­le­gen einer sonst üb­li­chen Flamm­schutz und Trenn­la­ge ver­zich­ten.

Trotz der Selbstkle­be­ei­gen­schaft haben wir die Rolle noch zu­sätz­lich in der Über­de­ckung der Längs­näh­te mit Papp­stif­ten fi­xiert (funk­tio­niert auf Holz­scha­lung).

Bei der Ver­le­gung die­ser Bahn kann der Dach­de­cker zwi­schen 2 Naht­ver­kle­bun­gen wäh­len, was den Zu­satz DUO im Namen der Schweiß­bahn er­klärt. Sie be­sitzt auf der einen Seite einen blau­en Strei­fen, der selbst­kle­bend ist und nur mit einer An­d­rück­rol­le bei Tem­pe­ra­tu­ren über +10 Grad be­ar­bei­tet wer­den muss. Die an­de­re Seite ist rot mar­kiert und zum ver­schwei­ßen ge­dacht. Sie kann mit einem Bren­ner oder Heiß­luft­ge­rät er­wärmt und an­schlie­ßend an­ge­drückt wer­den. Als Ober­la­ge kam für uns nur eine hoch­wer­ti­ge Schweiß­bahn mit einem gro­ßen An­teil von Elast­o­m­er­bi­tu­men in Frage.

Durch ihren hohen Elast­o­m­er­bi­tu­men­an­teil ist der Elas­ti­zi­täts­be­reich sehr weit ge­fä­chert, er geht von -35 Grad bis hoch zu +120 Grad. Durch diese Ei­gen­schaft ist auch in spä­te­ren Zei­ten eine pro­blem­lo­se Be­ge­hung ge­währ­leis­tet.

Auf der an­de­ren Sat­tel­hälf­te ist der Auf­bau der Ab­dich­tung, ebenfalls zweilagig, aber ein ganz an­de­rer, da wir uns dort auf einer Spann­be­ton­hohl­plat­ten­kon­struk­ti­on be­fan­den. Auf den Beton wurde zu­nächst ein Vor­an­strich auf­ge­bracht, der Staub bin­det und einen bes­se­ren Halt des Bi­tu­mens auf dem Beton schafft. Diese Vor­an­stri­che die­nen sozusagen als Haft­brü­cken. Die erste Lage wurde mit einer PYE PV 200 S 5 er­stellt. Diese ist auf der Ober­sei­te mit einer Tal­kum­schicht ver­se­hen um das Auf­schwei­ßen der Ober­la­ge zu er­leich­tern.

Die erste Lage wurde auf dem Un­ter­grund punkt- und strei­fen­wei­se ver­klebt, aus­ge­nom­men die Nähte, diese wurden voll­flä­chig ver­schweißt. Das punkt- und strei­fen­wei­se Ver­kle­ben dient dazu, dass sich auf­stei­gen­der Was­ser­dampf aus dem Bau­werk bes­ser ver­tei­len kann und keine Bla­sen her­vorruft. In die­ser Ebene, sowie in jeder an­de­ren füh­rten wir Ecken­schnit­te an den Quer­näh­ten durch, um eine Ver­grö­ße­rung des Ka­pil­lar­ka­na­les zu er­zie­len.

Baustelle AOK

Kunststoffbahn

Bei die­sem in­ter­es­san­ten Pro­jekt, hatte sich der Kunde un­se­rer Firma für eine Kunst­stoff­bahn als Ab­de­ckung sei­nes Flach­da­ches ent­schie­den.
Die Firma FDT hat in Ihrem Pro­gramm das für un­se­ren Kun­den pas­sen­de Pro­dukt. „Rhe­pa­nol fk“ heißt es, wo­durch sich die AOK am Kö­nigs­wa­lI 25 - 27 vor nas­sen Köp­fen schüt­zen will.

Bevor wir aber dazu über­ge­hen konn­ten, mit den Ab­dich­tungs­ar­bei­ten zu be­gin­nen, waren ein paar Be­rech­nun­gen für die Wind­so­glas­ten bau­seits not­wen­dig. Das Ob­jekt hat eine sehr of­fe­ne Lage und ist zudem noch 40 Meter hoch. Hier­durch er­ga­ben sich eine be­acht­li­che An­zahl von Be­fes­ti­gungs­punk­ten.

Das Pro­dukt "Rhe­pa­nol fk" wird mit einem Klett­band auf dem Un­ter­grund be­fes­tigt. Es nutzt dabei seine Ka­schie­rung auf der sei­ner Un­ter­sei­te aus. Das Prin­zip ist das gleich wie bei der Klet­te, nur ein viel­fa­ches stra­pa­zier­ba­rer.

Die Ka­schie­rung oder an­ders ge­sagt, das Vlies, dient aber nicht nur dem Be­fes­ti­gen, son­dern ist dif­fu­si­ons offen und dient als Schutz gegen den Un­ter­grund. Die Ein­satz­ge­bie­te für "Rhe­pa­nol fk" sind z.B. Bau­stel­len, bei denen keine Wärme oder Flam­me ein­ge­setzt wer­den darf (Brand­schutz­maß­nah­men) um Ma­te­ria­li­en zu ver­bin­den. Im Win­ter ist es auch ohne wei­te­res bis minus 40 Grad Cel­si­us ein­setz­bar, wo jede andere Schweiß­bahn streikt und an­de­re Kunst­stof­fe sprö­de wer­den. Das Ma­te­ri­al ist auch be­stän­dig gegen Flug­feu­er und strah­len­de Wärme.

Nach­dem auf der Bau­stel­le nun eine Ab­sturz­si­che­rung mon­tiert wurde, die Be­rech­nun­gen für die Wind­las­ten durch­ge­führt waren, haben wir mit dem Ver­le­gen und Be­fes­ti­gen der Klett­strei­fen be­gon­nen. Beim Rhe­pa­nol wer­den die Kletts­rei­fen um 90 Grad ver­setzt zur Dach­bahn ver­legt. Aus die­sem Grund wur­den die Strei­fen immer in iden­tisch gro­ßen Ab­stän­den von der Trau­fe zur First ver­legt und an­schlie­ßend in Ihrer Flucht mit glei­chen Ab­stän­den in der Be­ton­de­cke mit den dafür vor­ge­se­he­nen Be­fes­ti­gungs­mit­teln ver­an­kert.

Um die Dach­bahn nun aber noch sau­ber und ohne Fal­ten ver­le­gen zu kön­nen, müs­sen die Klett­strei­fen ab­ge­deckt wer­den. Hier­zu eig­nen sich am bes­ten Me­tall­strei­fen, die die dop­pel­te Brei­te vom Klett be­sit­zen. Wenn die "Rhe­pa­nol fk - Bahn" dann aus­ge­legt und aus­ge­rich­tet ist, kön­nen die Blech­strei­fen ganz ein­fach her­aus­ge­zo­gen wer­den. So­bald die Dach­bahn nun Kon­takt zum Klett be­kommt ist sie gegen Ver­rut­schen ge­si­chert. Dies wird ver­stärkt, indem die Sek­tio­nen mit den Klett­strei­fen durch Be­ge­hen mit einer An­press­rol­le ab­ge­gan­gen wer­den. Wenn nun die erste Bahn liegt, muss an Ihrer Quer­naht eine neue Bahn an­ge­ar­bei­tet wer­den. Dazu aber spä­ter mehr.

Die Nähte längs zur Bahn be­sit­zen un­ter­sei­tig einen Kle­be­strei­fen. Um diese Kle­be­strei­fen rich­tig zu ver­kle­ben, muss der Un­ter­grund sau­ber sein.
Dies er­reicht man durch Ab­put­zen des Un­ter­grun­des und voll­stän­di­gem Rei­ni­gen mit dem Quell­schweiß­mit­tel von Rhe­pa­nol. Wenn der Un­ter­grund sau­ber ist, wird das Ab­deck­band auf dem Kle­be­strei­fen ab­ge­zo­gen und sel­bi­ger an­fangs mit einer Han­d­rol­le fest auf­ge­drückt. Alle Längs­näh­te soll­ten mit einer gro­ßen An­preß­rol­le oder einem Sand­sack ab­ge­gan­gen wer­den.

Beim Ver­le­gen der Dach­bah­nen ent­ste­hen aber nicht nur Längs­näh­te, son­dern auch Quer­näh­te. Bei Ihnen wer­den die die Bah­nen um ca. 5cm über­lappt, was man nach­mes­sen muss und sich nicht nach den Vor­ge­ben des Her­stel­lers wie bei den Längs­näh­ten rich­ten kann. Bei den ihnen ist durch den fir­men­ei­ge­nen Schrift­zug vor­ge­ge­ben, bis wo die Über­de­ckung zu gehen hat.

Nun aber wie­der zu den Quer­näh­ten. Unter sie ist ein Klett­strei­fen zu legen, wel­cher aber nicht me­cha­nisch be­fes­tigt wird. Über den Stoß kommt ein Ab­deck­band, mit einem Über­stand zu jeder Seite von 5cm. Die Ecken des Ab­deck­ban­des sind Ab­zu­run­den. Der Be­reich, der den das Ab­deck­band be­deckt rei­nigt man mit Quell­schweiß­mit­tel und an den Stel­len, wo eine Ka­pil­la­ri­tät ent­ste­hen kann, wird Naht­pas­te ein­ge­bracht. Die Naht­pas­te soll­te in einer etwa 4mm di­cken Raupe bis ca. 1cm über das Ab­deck­band hin­aus auf­ge­tra­gen wer­den. Durch diese Maß­nah­me wird eine Ka­pil­lar­bil­dung ver­mie­den. Jetzt wird die Folie auf der Un­ter­sei­te des Ab­deck­ban­des ent­fernt, der Strei­fen auf die ge­rei­nig­te Flä­che ge­legt und mit der Han­d­rol­le sorg­fäl­tig an­ge­rollt. Ein gro­ßes Au­gen­merk liegt auf den Ka­pil­lars­teI­len, sie müs­sen voll mit Naht­pas­te sein, um eine Dich­tig­keit zu ge­wäh­ren.

Wenn die Flä­che nun an allen Längs- und Quer­näh­ten so ge­schlos­sen wurde, kann in ihr schon mal kein Was­ser mehr ein­tre­ten. Die Flä­chen­bah­nen wer­den im At­ti­ka­be­reich ca. 2 bis 5cm hoch ge­führt. Die von oben kom­men­de At­ti­ka­bahn wird mit ihrem Dicht­rand auf die Flä­che ge­führt. Soll­te es an einer Stel­le dazu kom­men, das sie doch wei­ter über­deckt, kann in dem Be­reich wo die Ka­schie­rung auf die Dach­bahn kommt ein Kon­takt­kle­ber be­nutzt wer­den. Der uni­ver­sells­te Kle­ber von Rhe­pa­nol ist der "Kle­ber 50". Mit ihm kann auf fast allem ge­klebt wer­den. Wenn er be­nutzt wird, müs­sen beide zu ver­kle­ben­den Sei­ten mit ihm ein­ge­stri­chen wer­den und nach einer ge­wis­sen Ab­luft­zeit zu­sam­men­ge­bracht.

Für die Eck­be­rei­che an auf­ge­hen­den Bau­tei­len gibt es vor­ge­fer­tig­te außen und innen Ecken. Soll­te in einem Eck­be­reich ein Stoß von 2 Dach­bah­nen sein, geht man wie­der wie bei einer Quer­naht mit dem Zu­satz der Naht­pas­te vor, um die Ka­pil­la­ren zu schlie­ßen bzw. ihre Ent­ste­hung zu ver­min­dern.

An Wand­an­schlüs­sen und im Trau­fen­be­reich ar­bei­tet der Fach­mann mit einem Ver­bund­blech. Die­ses Blech, be­steht wie der Name schon sagt aus einer Ver­bin­dung zwei­er Stof­fe. Die eine Seite vom Blech ist la­ckiert und auf der an­de­ren Seite ist der Rhe­pa­nol- Kunst­stoff auf­ge­zo­gen, wel­cher mit allen Rhe­pa­nol­kunst­stoff­tei­len eine Ver­bin­dung ein­ge­hen kann. Blech­stö­ße wer­den mit Ab­deck­band ab­ge­dich­tet. Das Ab­deck­band wird 5 cm aus der Flä­che hoch ge­führt, be­kommt eine Pas­ten­naht im senk­rech­ten Be­reich des Ble­ches wo er endet und wird an­schlie­ßend von einem zwei­ten Strei­fen bis kurz vor den Blech­knick hin ab­ge­deckt.

Die Lüf­ter auf der Bau­stel­le wer­den mit einer Rohrm­an­schet­te ab­ge­dich­tet. Die Man­schet­te wird zwei­tei­lig aus­ge­fiihrt. Zum ers­ten wird ein Flansch über den Lüf­ter ge­zo­gen und auf der Flä­che auf­ge­schweißt. Der Flansch soll­te aber noch 2 - 3 cm am Lüf­ter hoch­ge­zo­gen sein. Ist dies fer­tig, wird ein Strei­fen Ab­deck­hand um den Lüf­ter ge­führt, wel­cher vor­her mit Kon­takt­kle­ber be­stri­chen wurde. Auch bei dem Ab­deck­band ist wie­der an die Naht­pas­te im Ka­pil­lar­ka­nal zu den­ken.

Ein Flag­gen­mast der auf dem Dach steht ließ uns keine an­de­re Wahl, als ihn mit Flüs­sig­kunst­stoff und Ge­we­be ein­zu­fas­sen, da er sehr ver­rot­tet ist und die Ecken über­wie­gen, in denen man an­ders nicht ab­dich­ten kann.

Bauvorhaben Glückaufsegenstraße 111-114

Kunststoffbahn Bauder K5K mit zusätzlicher Dämmschicht

Das Bau­vor­ha­ben in der Glück­auf­se­gen­stra­ße, be­inhal­tet eine Flach­dach­sa­nie­rung, bei der auf die vor­han­de­ne Dach­haut eine zu­sätz­li­che Däm­mungs­schicht mit der dazu ge­hö­ri­gen 2 la­gi­gen Ab­dich­tung auf­ge­bracht wird .

Zu Be­ginn des Bau­vor­ha­bens stand aber erst­mal der Punkt im Raum, wie be­kommt man die Dach­flä­che am bes­ten und ef­fek­tivs­ten ge­rei­nigt. Dar­un­ter ver­stand sich hier, der Kies muss weg. Wir sind dann zu dem Schluss ge­kom­men, das es am ein­fachs­ten ist, einen Sub­un­ter­neh­mer zu en­ga­gie­ren, der das Dach leer saugt. Nach­dem dies ge­sche­hen ist, war es an uns ge­le­gen, die letz­ten sich in die Ab­dich­tungs­la­ge ge­drück­ten Stei­ne zu ent­fer­nen, um für das neue Schich­ten­pa­ket einen ver­nünf­ti­gen Un­ter­grund zu schaf­fen.

Auf diese Schicht würde dann , nach einem für den Fach­mann ver­ständ­li­chen Ver­le­ge­plan, eine Ge­fäl­le­däm­mung auf­ge­bracht. Die Däm­mung wurde auf dem Un­ter­grund mit einem ein kom­po­nen­ti­gem PUK Kle­ber be­fes­tigt. Um dafür zu sor­gen, das die Dämm­plat­ten in dem Zeit­raum, in dem der Kle­ber aus­här­tet, auch voll­flä­chig auf­lie­gen und best­mög­lich ver­kle­ben, wer­den sie be­schwert. Die mo­der­nen Dämm­plat­ten be­sit­zen zwar alle spe­zi­ell ge­form­te Sei­ten, damit sie bes­ser in­ein­an­der pas­sen, trotz­dem, vor allem aber, da der Un­ter­grund auch nie zu 100% eben ist, ent­ste­hen immer klei­ne Zwi­schen­räu­me. Diese wer­den um eine durch­gän­gi­ge Dämm­schicht zu er­hal­ten z.B. mit Per­li­te aus­ge­füllt, oder aber auch mit PU - Schaum ver­füllt.

Bei die­sem Pro­jekt wur­den die Ab­dich­tungs­bah­nen wie in der Aus­schrei­bung ge­for­dert von der Firma Bau­der ver­wen­det.

Als erste Lage würde die KSA - DUO ver­wen­det. Mit die­ser Bahn er­ge­ben sich für den Fach­mann po­si­ti­ve As­pek­te. Zum einen spart er sich die Trenn­la­ge zwi­schen der Däm­mung und der ers­ten Ab­dich­tungs­la­ge, die sonst als Feu­er­schutz be­nö­tigt wird, da die KSA - Bahn selbst­kle­bend ist. Sie wird durch ein­fa­ches Ab­zie­hen der Schutz­fo­lie auf der Un­ter­sei­te und an­tre­ten ver­legt. Hier­durch er­folgt ein ge­rin­ger Gas­ver­brauch im Ge­samt­pro­jekt, was spä­ter beim Auf­schwei­ßen der Ober­la­ge noch­mals her­vor­ge­ho­ben wird. Ein an­de­rer, nicht zu ver­ach­ten­der As­pekt ist der, das die KSA als erste Ab­dich­tungs­la­ge zu­ge­las­sen ist. In der Form wie wir sie ver­wen­det haben, be­sitzt sie eine Kalt­kle­be­sei­te und eine Warm­kle­be­sei­te. Wei­ter ist po­si­tiv für den Fach­mann, das die Bahn­grö­ße bei der KSA höher ist als bei einer her­kömm­li­chen Bahn. Durch die­sen Vor­teil kann einen hö­he­re Qua­drat­me­ter zahl in glei­cher zeit be­wäl­tigt wer­den und die Zahl der Quer­näh­te ver­rin­gert.

Wir ver­wen­den auch in die­ser Lage der Ab­dich­tung den Ecken­schnitt im Über­lap­pungs­be­reich von 3 Bah­nen, um einen grö­ße­ren Ka­pil­lar­ka­nal zu er­hal­ten. Soll­te der Hand­wer­ker sich aber mal an einer Stel­le un­si­cher sein, ob die KSA sich ver­nünf­tig ver­klebt hat oder nicht, kann er in die­sen Be­rei­chen mit einem Heiß­luft­fön ar­bei­ten, wo­durch die Däm­mung kei­nen gro­ßen Scha­den er­lei­det. Nach­dem nun die erste Lage der Ab­dich­tung fer­tig ist, kann die be­schie­fer­te Ober­la­ge auf­ge­bracht wer­den. Auch hier­bei wird we­ni­ger Gas be­nö­tigt als wenn eine her­kömm­li­che tal­ku­mier­te Bahn ver­wen­det würde, da die KSA eine sehr gute Wär­me­auf­nah­me be­sitzt, was be­deu­tet, we­ni­ger Gas auf die KSA, nor­ma­le Menge auf die Un­ter­sei­te der Ober­la­ge und schon kann man ver­schwei­ßen.

Als Ober­la­ge in die­sem Bau­vor­ha­ben ist die Bau­der K5K ver­wen­det wor­den. Es han­delt sich bei ihr um eine Hoch­p­o­ly­mer­bahn mit einem ver­stärk­tem Po­ly­es­terv­lies als Ein­la­ge. Sie kann in Ge­bie­ten ein­ge­setzt wer­den, in den Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen von -36 Grad Cel­si­us bis +120 Grad Cel­si­us vor­kom­men. Bei der Ver­ar­bei­tung ist dar­auf zu ach­ten, das auch hier die Ecken­schnit­te ein­ge­hal­ten wer­den, so wie ein gut zu er­ken­nen­der Aus­tritt von Bi­tu­men vor­han­den ist. Die Flam­me soll­te beim Ar­bei­ten nicht zu stark auf die schon auf­ge­schweiß­ten Bah­nen schla­gen, da es dort sonst zu Ver­fär­bun­gen kom­men kann, die schon eine Be­schä­di­gung der Ober­flä­che nach sich zie­hen. Wenn dies alles be­ach­tet wurde ist das Dach für lange Zeit si­cher und ge­schützt.

Ich möch­te nun auf ein­zel­ne De­tail­punk­te ein­ge­hen, die wich­tig sind wenn das Dach dicht sein soll. Gehen wir zu­rück auf die Däm­mung. Da es fast nie eine Flä­che gibt, in der keine Bau­tei­le vor­kom­men, wel­che aus der Dämm­schicht ragen, muss der Fach­mann dar­auf ach­ten, das er den Knick­punkt ord­nungs­ge­mäß dicht be­kommt. Dies lässt sich ver­ein­fa­chen, indem man aus einem 90 Grad Win­kel durch das ver­bau­en eines Keils zwei 45 Grad Kni­cke er­stellt. Diese sind je nach Größe des Keils leich­ter ab­zu­dich­ten als der rech­te Win­kel. Damit der Keil auch an sei­nem, für ihn vor­ge­se­he­nen Platz bleibt, kann er mit einem für die Däm­mung ver­träg­li­chem Kle­ber fi­xiert wer­den. Jeder Über­gangs­be­reich an einem Keil wird 2 tei­lig aus­ge­bil­det (gilt für die erste und zwei­te Ab­dich­tungs­la­ge), dies be­deu­tet, das die Flä­chen­bahn bis kurz über den Keil ge­führt wird. An­schlie­ßend kommt eine Bahn vom auf­ge­hen­den Bau­teil, die über den Keil hin­aus, bis ca. 10cm in die Flä­che ragt.

Ein De­tail was immer wie­der mal zu Pro­ble­men führt, wenn es nicht ord­nungs­ge­mäß ein­ge­baut wird, ist der Ab­lauf oder auch Gully ge­nannt. Bei einem Sa­nie­rungs­fall wie hier, sind wir ge­for­dert, das neue Auf­sto­ck­ele­ment dicht an den alten Ab­lauf an­zu­schlie­ßen. Zuvor muss aber dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass der Gully tief genug in der Däm­mung steckt, damit kein Was­ser vor ihm ste­hen bleibt.

Um dies zu ge­währ­leis­ten legt der Fach­mann den Ab­lauf an die vor­ge­se­hen Po­si­ti­on und bringt etwas Druck auf. Hier­durch kann er auf der Däm­mung sehen, wo etwas Dämm­ma­te­ri­al ent­fernt wer­den muss. Wenn dies pas­siert ist, liegt der Gully mit sei­nem Bi­tu­men­flansch kurz un­ter­halb der ers­ten Ab­dich­tungs­la­gen und kann sau­ber ein­ge­fasst wer­den. Die Schweiß­bah­nen der Ab­dich­tung wer­den im La­gen­ver­satz auf dem Gully plat­ziert. Wenn der Flansch Z.B. eine Brei­te von 20cm auf­weist, führt man die erste Ab­dich­tung hier bei uns die KSA 9cm auf den Gul­ly­flansch. Un­se­re Ober­la­gen­bahn ragt dann wei­te­re 9cm rein. Hier­durch wird eine trich­ter­för­mi­ge Ein­fas­sung ge­schaf­fen.

Da die At­ti­ka an dem Ge­bäu­de auch eine Dämm­schicht er­hält, müs­sen wir die dafür an­ge­fer­tig­ten Dämm­plat­ten mit Dämm­stof­t­hal­tern an ih­r­be­fes­ti­gen. Für die Hal­ter wer­den Lö­cher durch die Plat­ten in die At­ti­ka ge­bohrt und an­schlie­ßend ein­fach mit dem Ham­mer ein­ge­schla­gen.

Auf die At­ti­ka wird zum Schluss eine Ab­de­ckung aus Zink mon­tiert, die in­di­rekt durch Hal­ter ge­hal­ten wird. Die Hal­ter grei­fen von hin­ten in die Rück­kan­tung der Blen­de ein. Die Hal­ter und somit auch die Blen­de müs­sen so mon­tiert wer­den, das die Blen­de nach innen hin ein Ge­fäl­le auf­weist, damit das Was­ser nicht an der Fas­sa­de run­ter läuft.

Ein Feuer kann aber auch so an der Bau­stel­le ent­ste­hen, da wir mit dem Bren­ner immer mal wie­der in der Nähe von Dämm­stof­fen und an­de­ren brenn­ba­ren Ma­te­ria­li­en ar­bei­ten. Aus die­sem Grund füh­ren wir bei sol­chen Ar­bei­ten und so­wie­so immer auf dem LKW eine Feu­er­lö­scher mit uns.

Das Ge­rüst was wir an die­ser Bau­stel­le zum Ein­satz ge­bracht haben ist ein sehr viel­sei­tig ein­setz­ba­res Ge­rüst. Hier würde es auf der In­nen­sei­te der At­ti­ka auf­ge­stellt und gegen die Fas­sa­de ge­lehnt. Der Punkt mit der Fas­sa­de ist aber bei die­sem Ge­rüst immer not­wen­dig, da es sich so durch das Ei­gen­ge­wicht ab­stützt. Der Druck gegen die Fas­sa­de würde nur er­höht wer­den, wenn man sich gegen die Schutz­git­ter im obe­ren Teil lehnt. Das Ge­rüst kann auch als Dach­rin­nen­ge­rüst ge­nutzt wer­den. Hier­bei steht es in der Dach­rin­ne und wird wie­der gegen die Fas­sa­de ge­lehnt. Da es dann schrä­ger steht und mehr Druck auf­bringt, ist es noch etwas sta­bi­ler.